Wahr oder falsch? Die wichtigsten Fakten über Krebs
Krebs-Mythen und Irrtümer sind weit verbreitet. Einige dieser falschen Informationen können ernsthafte Folgen für Betroffene haben. In diesem Experten-Fakten-Check klären wir über die häufigsten Fehlinformationen auf. Lesen Sie hier wissenschaftlich nachweisbare Fakten und lernen Sie, wie Sie durch Vorsorge und Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung Ihr persönliches Risiko senken können.

Nein, auch im Winter ist Sonnenschutz für die Haut und für die Augen wichtig.
Egal ob Skitouren, Langlaufen oder einfach nur Spazierengehen im Schnee: Sonnencreme und Sonnenbrille schützen vor UV-Strahlung. Schnee reflektiert die UV-Strahlung, die damit schon bei geringer Sonneneinstrahlung stark erhöht ist.

Fasten, entgiften, den Krebs "aushungern" - bei Krebs gibt es viele vermeintliche Ernährungstipps.
Doch manche Diät- und Ernährungsformen können sogar schaden. Einseitige Kuren - wie eine reine Saftdiät beispielsweise - können zu einer gefährlichen Mangelernährung, bei der wichtige Nährstoffe fehlen, führen.
Eine abwechslungsreiche Ernährung mit reichlich Gemüse, Obst und ballaststoffreichen Lebensmitteln versorgt den Körper mit lebensnotwendigen Nährstoffen und kann ihn während der Krebstherapie stärken und unterstützen.
Fazit: Eine wirksame "Krebsdiät" ist wissenschaftlich nicht belegt.

Nein, die Annahme, dass künstliche UV-Strahlung im Solarium eine gesundheitlich unbedenkliche Alternative zum natürlichen Sonnenlicht darstellt, ist falsch. Die UV-Dosis unter der Sonnenbank ist oft um ein Vielfaches höher als die der natürlichen Mittagssonne, was das Risiko für Hautkrebserkrankungen, wie das maligne Melanom, massiv steigert. Zudem bietet die im Solarium erzeugte Bräune keinen wirksamen Schutz vor einem Sonnenbrand im Freien, da sie die Lichtschwiele der Haut nicht in ausreichendem Maße aufbaut.

Nein, wissenschaftliche Studien zeigen, dass der hohe Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln, die oft viel Salz, Zucker und gesättigte Fette enthalten, das Risiko für Krebs erhöhen kann, vor allem durch die Förderung von Übergewicht. Fertigprodukte wie Pizza und Tütensuppen begünstigen mit ihrer hohen Kaloriendichte und fehlenden Ballaststoffen die Entstehung von Adipositas, einem Risikofaktor für viele Krebsarten. Langfristig kann eine Ernährung, die überwiegend auf solchen Lebensmitteln basiert, das Krebsrisiko messbar steigern, vor allem durch den Einfluss auf das Körpergewicht.

Nein, eine ausgewogene Ernährung kann Krebs nicht sicher verhindern, aber das Risiko für viele Tumorarten deutlich senken. Eine ballaststoffreiche und überwiegend pflanzliche Kost sowie der Verzicht auf das Rauchen und den Konsum von Alkohol fördert die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden. Dennoch stellt sie keine absolute Garantie dar, niemals an Krebs zu erkranken. Eine gesunde Lebensweise dient der aktiven Senkung des individuellen Risikos, kann jedoch genetische Faktoren oder Umwelteinflüsse nicht vollständig eliminieren.
Sie möchten weiteres Informationsmaterial zum Thema Krebs erhalten?

Bestellen Sie unsere informativen Broschüren kostenlos.
Leisten Sie ganz konkrete Hilfe für Betroffene - Ihre Spende macht einen Unterschied!
Sie möchten persönlich zum Thema Krebs beraten werden?

In unseren bayernweiten Krebsberatungsstellen beraten wir Sie kompetent, vertraulich und kostenfrei.
Auch wenn es keine Garantie gibt – mit diesen Schritten mindern Sie deutlich das Risiko, an Krebs zu erkranken:
- Regelmäßiges Abtasten: Hier erfahren Sie, wie Sie Brust oder Hoden abtasten, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
- Regelmäßige Vorsorge-Checks beim Arzt: Vereinbaren Sie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Hier finden Sie auch eine Übersicht, welche Untersuchungen in welchem Alter empfohlen werden.
- Gesunde Lebensweise: Eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und der Verzicht auf Rauchen und Alkohol fördern generell die Gesundheit und das Wohlbefinden.
Merkwürdig. Fantasievoll. Und manchmal sogar lebensgefährlich. So lassen sich die Tipps in unseriösen Berichten beschreiben, die immer wieder in den Medien kursieren und krebskranke Menschen und ihre Angehörigen verunsichern. Grundsätzlich gilt:
- Es gibt nicht „den“ Krebs, also auch nicht „die“ Krebsbehandlung und „das“ Gegenmittel gegen Krebs.
- Es gibt keine Krebspersönlichkeiten.
- Krebs ist keine Strafe für „sündhaftes“ Verhalten.
- Es gibt keine Krebsdiät, die man einhalten könnte, um Krebs zu überwinden.
Um die Privatsphäre unserer Patient:innen zu wahren und sie dennoch in ihrem Alltag zeigen zu können, verwenden wir KI-generierte Bilder sowie veränderte Namen.
