Die Bayerische Krebsgesellschaft (BKG) startet mit einer neu zusammengesetzten Geschäftsführung ins Frühjahr: Dr. Anika Berling-Ernst verstärkt seit März die Geschäftsführung im Bereich ambulante psychosoziale Krebsberatung und Selbsthilfe. Gemeinsam mit Dipl.-biol. Gabriele Brückner, die weiterhin die Bereiche Finanzen und Kommunikation verantwortet, bildet sie künftig die Geschäftsführung der gemeinnützigen Organisation.
Mit Dr. Berling-Ernst gewinnt die Bayerische Krebsgesellschaft eine ausgewiesene Expertin für Bewegungstherapie und Prävention in der Onkologie. Die promovierte Sportwissenschaftlerin beschäftigt sich seit vielen Jahren wissenschaftlich und praktisch mit der Rolle körperlicher Aktivität während und nach einer Krebserkrankung. Studien zeigen, dass gezielte Bewegung nicht nur Nebenwirkungen der Therapie lindern und die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten deutlich verbessern, sondern auch das Überleben von Darmkrebserkrankten verbessern kann.
Dr. Berling-Ernst begann ihre wissenschaftliche Laufbahn an der Technischen Universität München. Dort promovierte sie an der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften zu körperlicher Aktivität und kardiopulmonaler Leistungsfähigkeit bei BRCA1/2-Mutationsträgerinnen im Rahmen der LIBRE-Studie. Zuvor absolvierte sie ein Studium der Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Prävention und Rehabilitation und der Psychologie sowie eine Sportpsychologische Weiterbildung. Bis Sommer 2026 ist Dr. Berling-Ernst zudem noch in ihrem aktuellen Forschungsprojekt IMPLEMENT am Centrum für Integrierte Onkologie der Uniklinik Köln aktiv. Dieses Modellprojekt hat zum Ziel – qualitätsgesicherte Bewegungstherapie stärker, systematisch und flächendeckend in die onkologische Versorgung zu integrieren.
Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit engagiert sich Dr. Berling-Ernst seit vielen Jahren praktisch in der onkologischen Versorgung. Sie gründete und leitete onkologische Rehabilitationssportgruppen in Kooperation mit der Bayerischen Krebsgesellschaft und dem Kuratorium der Technischen Universität München. Bis heute führt sie diese Gruppen als ehrenamtliche Abteilungsleiterin. Darüber hinaus wirkte sie an der Erstellung der S3-Leitlinie „Bewegungstherapie bei onkologischen Erkrankungen“ mit und ist Autorin mehrerer Fachpublikationen und Bücher zum Thema Bewegung und Krebs.
„Mit Dr. Berling-Ernst gewinnen wir eine Geschäftsführerin für die Doppelspitze, die wissenschaftliche Expertise, langjährige Erfahrung in der Onkologie und eine enge Verbindung zur Bayerischen Krebsgesellschaft mitbringt“, erklärt Gabriele Brückner. „Gemeinsam werden wir das Angebot der Bayerischen Krebsgesellschaft für krebskranke Menschen und deren Familien ausbauen und unsere Aktivitäten zur Krebsvorsorge im Rahmen des MasterplansPrävention weiterentwickeln.“
„Menschen mit Krebs brauchen neben einer guten medizinischen Versorgung auch Orientierung, professionelle Unterstützung durch geschulte Psychoonkologen und Angebote, die ihnen helfen, wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu gewinnen“, sagt Dr. Berling-Ernst. „Ich freue mich sehr darauf, die Arbeit der Bayerischen Krebsgesellschaft in Zukunft mitzugestalten, damit krebskranke Menschen und ihre Familien in dieser schwierigen Lebensphase nicht allein sind und die Hilfe bekommen, die sie brauchen.“
Dr. Anika Berling-Ernst folgt auf den Geschäftsführer Markus Besseler, der nach 25 Jahren in der Bayerischen Krebsgesellschaft Ende 2025 in den Ruhestand getreten ist. Vorstand und Geschäftsführung danken ihm für sein langjähriges Engagement und die wichtigen Impulse für die Weiterentwicklung der Organisation.
Die Bayerische Krebsgesellschaft unterstützt Menschen mit Krebs und ihre Angehörigen mit einem flächendeckenden Netz aus 13 Psychosozialen Krebsberatungsstellen und 27 Außensprechstunden, vielfältigen Informations- und Präventionsangeboten sowie der Förderung von rund 150 Selbsthilfegruppen in ganz Bayern.
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Foto: Gabriele Brückner und Anika Berling-Ernst Bildquelle: Bayerische Krebsgesellschaft
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Die Bayerische Krebsgesellschaft e.V. hilft seit 1925 Menschen mit Krebs und deren Angehörigen bei der Bewältigung der Krankheit. In 13 Krebsberatungsstellen und 27 Außensprechstunden beraten qualifizierte Mitarbeiter Ratsuchende und begleiten sie in allen psychischen und sozialen Fragen – kompetent, vertraulich und kostenfrei. Vorträge und Kurse sowie medizinische Fragestunden ergänzen unser umfassendes Angebot. Unsere rund 160 ehrenamtlich tätigen Selbsthilfegruppen, die wir bei ihrer Arbeit professionell unterstützen, leisten in ganz Bayern unschätzbare Hilfestellung: von Betroffenen für Betroffene - direkt vor Ort. Darüber hinaus engagieren wir uns in der Versorgungsforschung, der Fortbildung von onkologischen Fach- und Pflegekräften, der Krebsfrüherkennung und beraten politische Gremien. Die Bayerische Krebsgesellschaft finanziert ihre Arbeit durch öffentliche Gelder und Spenden. Spendenkonto der Bayerischen Krebsgesellschaft: SozialBank AG, BIC: BFSWDE33XXX, IBAN: DE51370205000007801700
