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Besonderheiten

Besonderheiten der Selbsthilfegruppen

Eine Selbsthilfegruppe wird geprägt durch die Bedürfnisse ihrer Gruppenmitglieder und dem gemeinsam getragenen Verständnis von gegenseitiger Hilfe und Unterstützung durch Erfahrungswissen.

Die Selbsthilfegruppen der Bayerischen Krebsgesellschaft sind sehr vielfältig und unterscheiden sich nicht nur in ihrer Zusammensetzung und Größe, sondern vor allem auch in ihrer Arbeitsweise und der jeweiligen Interessenvertretung in der Öffentlichkeit.

Selbsthilfegruppen der Bayerischen Krebsgesellschaft weisen regionale Besonderheiten auf: In ländlichen Gebieten, in denen das professionelle Angebot sozialer Betreuung häufig geringer ist als in Großstädten, ist eine Selbsthilfegruppe nicht selten die einzige Anlaufstelle für Menschen mit Krebs und deren Angehörige.

Diese Gruppen sind in der Vergangenheit oft sehr schnell gewachsen. Ohne Frage sind hier die organisatorischen Anforderungen an die Gruppenleiter/in oder das Leitungsteam größer als in kleineren Gruppen. Das gesellige Zusammensein bildet hier für einige Gruppen den Rahmen - es vermittelt Gemeinschaft, Solidarität und Zusammenhalt. Der intensive und persönliche Austausch zu individuellen Fragen findet im Rahmen der Gruppentreffen oder auch in einzelnen Untergruppen  statt. Dort wird die soziale und emotionale Unterstützung erlebt, die sich nicht selten über das Gruppentreffen hinaus im privaten Bereich fortsetzt (telefonische Kontakte, Besuche zu Hause oder im Krankenhaus).

In vielen Gruppen ist durch die Jahrzehnte eine starke Verbundenheit gewachsen und so fällt es manchmal schwer, die Gruppe zu teilen. Vor diesem Hintergrund sind Selbsthilfegruppenleiter/innen oder die Leitungsteams daher bestrebt, die Mitgliederzahl ihrer Gruppe zu begrenzen. Ist dies nicht möglich, so wird mit Hilfe aus der eigenen Gruppe oder der zuständigen Krebsberatungsstelle in der Region eine weitere Gruppe ins Leben gerufen.

In den zurückliegenden Jahren haben sich viele Selbsthilfegruppen mit einem speziellen Schwerpunkt - entweder hinsichtlich der Erkrankung (Selbsthilfegruppen für Männer mit Prostata- oder Hodenkrebs, Frauen mit Brustkrebs, Selbsthilfegruppen für Erwachsene mit Leukämie, usw.) oder der Lebenssituation (Selbsthilfegruppen für junge Menschen (sog. AYAs „Adolescents and Young Adults“) Gruppen für berufstätige Frauen und Männer oder mit überwiegend sportlichen Aktivitäten oder ähnliche) gebildet. All diesen Gruppen ist gemein, dass sie sich über die gegenseitige Unterstützung hinaus mehr oder weniger stark an die Öffentlichkeit gehen und anderen Betroffenen ihr Angebot vorstellen.

So unterschiedlich Selbsthilfegruppen und deren Mitglieder sind, so vielseitig werden die Erwartungen sein und so verschieden wird sich das Gruppenangebot gestalten - Selbsthilfegruppen können und dürfen sich im Laufe der Zeit hinsichtlich ihrer Schwerpunkte, Erwartungen und Arbeitsweise  verändern. Sie sind damit gleichfalls ein Spiegelbild der Gesellschaft. Die Vielfältigkeit der Selbsthilfegruppen der Bayerischen Krebsgesellschaft ermöglicht es, dass Betroffene in ihrer Umgebung "ihre" Gruppe finden, in die sie sich einbringen können und die ihnen hilft, die Erkrankung zu überwinden oder mit der Erkrankung zu leben.

Haben Sie Fragen? Rufen Sie die von Ihnen aus nächstgelegene Krebsberatungsstelle an oder schreiben Sie uns.

Kontakt:

Bayerische Krebsgesellschaft e.V.
Nymphenburger Straße 21a, 80335 München
Tel.: 089 - 54 88 40 -0, Fax: 089 - 54 88 40 -40
E-Mail: info[at]bayerische-krebsgesellschaft.de