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Starke Männer lassen sich helfen Karriere, Konkurrenz, Kollaps – Männer mit Krebs müssen umdenken!

Vortrag

München: Männer gehen zur Arbeit, nicht zum Arzt, geschweige denn zum "Seelendoktor"! Sie nehmen im Falle einer Krebserkrankung viel zu selten professionelle psychoonkologische Hilfe in Anspruch. Weil sich
eine vernachlässigte Seele aber nicht so einfach austauschen lässt, wie der kaputte Motor eines Gebrauchtwagens, appelliert die Bayerische Krebsgesellschaft e.V. anlässlich des internationalen Aktionsmonats "Movember" an das
starke Geschlecht: Männer, kümmert euch um eure psychische Gesundheit und lasst euch bei Krebs von Fachkräften unterstützen!

"Im richtigen Moment Hilfe anzunehmen, zeugt von Stärke und kann im Ernstfall Leben retten. Eine Krebserkrankung haut selbst den stärksten Mann um und sollte deshalb nie alleine bewältigt werden müssen! Eine gezielte psychoonkologische Begleitung wie sie in den Landeskrebsgesellschaften angeboten wird, kann betroffenen Männern helfen, ihre Erkrankung besser zu verarbeiten und schneller wieder auf die Beine zu kommen", betont Professor Günter Schlimok, Präsident der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V.

Dass die Realität oft anders aussieht, bestätigen die Zahlen: In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 252.000 Männer neu an Krebs. Bei den Frauen sind es im Vergleich nur etwa 226.000 Fälle. Derzeit erhält jeder zweite Mann im Laufe seines Lebens die Diagnose Krebs. Das sind rund 51 Prozent aller Männer im Vergleich zu 43 Prozent bei den Frauen. Bei Männern ab 65 Jahren ist das Erkrankungsrisiko sogar fast doppelt so hoch wie bei gleichaltrigen Frauen. Das hat auch schlechtere Überlebenschancen zur Folge (Robert Koch Institut "Krebs in Deutschland 2011/2012", 10. Auflage 2015).

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