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Details

Gut strukturierte Nachsorge verhilft Krebspatienten zu mehr Lebensqualität Wer ist verantwortlich für die Krebs-Nachsorge?

Foto von links: Kurt Wagenlehner (Leiter Selbsthilfegruppe Blasenkrebs München), Dr. med. Ludwig Lutz (Privatpraxis für Innere Medizin, Hämatologie, Onkologie und Supportivmedizin im Krankenhaus für Naturheilweisen, Generalsekretär der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V.), Prof. Dr. med. Wolfgang Hiddemann, Direktor der Medizinischen Klinik III, Klinikum der Universität München, Campus Großhadern, erster Vorsitzender von lebensmut e.V.
Vortrag

München: Krebspatienten sollten bereits gut informiert in
die Nachsorge gehen und wissen, wer ihr verantwortlicher Nachsorge-Arzt ist.
Die Realität sieht oft anders aus. Aus der Klinik entlassen fühlen sich viele
orientierungslos und alleingelassen mit ihren Fragen. Dabei ist es gerade nach
Abschluss der Ersttherapie, z. B. beim Entlassungsgespräch aus der Klinik, sehr
wichtig, die Weichen für die weitere medizinische Betreuung zu stellen. Nur so
kann die Lebensqualität der Betroffenen erhalten und der Behandlungserfolg
gesichert werden.

Krebs-Nachsorge ist Vorsorge. Deshalb beginnt sie bei vielen Krebspatienten
gleich nach der Ersttherapie und der Rehabilitation. Sie beinhaltet regelmäßige
Kontrolluntersuchungen und soll eine wiederkehrende Krebserkrankung mög-
lichst früh erkennen und behandeln. Um die Lebensqualität der Betroffenen zu
erhalten, werden in der Krebs-Nachsorge auch Beschwerden, Folgeerkrankun-
gen und Nebenwirkungen therapiert. Haben Patienten psychische, seelische
oder soziale Probleme, kann der betreuende Arzt auch einen Psychoonkologen
hinzuziehen. Werden alle diese Aspekte in der Nachsorge gleichermaßen be-
rücksichtigt, kann eine gut strukturierte und mit allen Akteuren abgestimmte
Nachsorge den Behandlungserfolg sichern und die Chancen für ein längeres
Leben mit guter Lebensqualität erhöhen.

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