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Corona und Impfung: was muss ich als Betroffener wissen

München

Viele Krebspatient*innen sind derzeit verunsichert, ob sie eine Impfung gegen Corona vornehmen lassen sollen. Hier die wichtigsten Fakten.

Corona und Impfung: was muss ich als Betroffener wissen

Wir haben hier die wichtigsten Fakten gesammelt, sowie weitergehende Links zusammengestellt.

Grundsätzlich empfiehlt die Bayerische Krebsgesellschaft die Impfung. Eine Ausnahme gilt für Betroffene mit beeinträchtigtem oder unterdrücktem Immunsystem, denn hier wirkt die Impfung gar nicht oder nur schlechter. In jedem Fall sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt über die Impfung sprechen.

Die Bayerische Krebsgesellschaft setzt sich darüber hinaus für eine zügige Impfung von Krebspatient*innen ein. Präsident Prof. Dr. med. Günter Schlimok sagt dazu:

„Man weiß, dass die Sterblichkeit von gefährdeten Tumorpatienten deutlich höher ist, mindestens ein Drittel höher als die Sterblichkeit von Nicht-Tumorpatienten. Das ist es wert, sich dafür einzusetzen, dass diese Patienten von dieser Krankheit verschont werden und früher geimpft werden."

https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/schwerstkranke-muessen-auf-corona-impfstoff-warten,SMfAshX


Anwendung der Impfung:

Der Impfstoff wird in den Muskel des Oberarms gespritzt. Eine andere Gabe, beispielsweise unter die Haut (subkutan), kann die Wirksamkeit beeinträchtigen und wird von Experten nicht empfohlen.

Für eine wirksame Impfung sind 2 Impfdosen erforderlich.

Die 2. Impfstoffdosis soll innerhalb des Zeitraumes verabreicht werden, der durch die Zulassungsstudien abgedeckt ist (3 bis 6 Wochen). Wichtig zu wissen: Sollte der empfohlene Abstand zwischen der 1. und 2. Impfstoffdosis überschritten worden sein, kann die Impfserie aber fortgesetzt werden und muss nicht neu begonnen werden.

Eine begonnene Impfserie soll mit demselben Produkt abgeschlossen werden.

Allergische Reaktionen können nicht sicher ausgeschlossen werden – beobachtet wurden schwere allergische Reaktionen bisher bei einigen wenigen Personen. Daher werden alle Geimpften mindestens 15 Minuten nachbeobachtet. Treten allergische Reaktionen auf, wird auf eine 2. Dosis verzichtet.


Wirksamkeit der Impfung:

Die Impfung schützt vor einem symptomatischen Verlauf der Erkrankung COVID-19. Ob sie auch vor einer Infektion und der Übertragung des Coronavirus schützt, ist hingegen (noch) nicht bekannt. Dieser derzeitige Wissenstand sollte auch bei der Frage bedacht werden, ob Angehörige, die Krebspatient*innen betreuen, ebenso geimpft werden sollten.

Wichtig zu wissen ist, dass beide Impfstoffe im Rahmen der Zulassungsstudie nicht bei Menschen mit beeinträchtigtem oder unterdrücktem Immunsystem untersucht wurden. Die Impfung könnte bei diesen Menschen schlechter wirken.

Wie lange der Impfschutz anhält, ist bisher noch nicht bekannt. Um das herauszufinden, laufen die klinischen Studien weiter.

Wechselwirkungen: Bisher können noch keine Aussagen zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln getroffen werden.

Nebenwirkungen: Bei mehr als 1 von 10 Geimpften kommt es durch die Impfung zu vorübergehenden Beschwerden wie etwa Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen, Fieber und Schüttelfrost sowie Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle.


Wie bekomme ich als Krebspatient*in meine Impfung:

Checkliste für Ihren Impftermin


Einen guten Überblick zum Thema bietet der Krebsinformationsdienst:
https://www.krebsinformationsdienst.de/leben/alltag/coronavirus-krebs-haeufige-fragen.php
https://www.krebsinformationsdienst.de/fachkreise/nachrichten/2021/fk02-coronaimpfung-bei-krebspatienten.php

Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie nimmt regelmäßig Stellung zum Thema:
https://www.dgho.de/publikationen/stellungnahmen/gute-aerztliche-praxis/coronavirus/covid-19-vakzine-20210107.pdf

Die Deutsche Krebsgesellschaft gibt generelle Empfehlungen zur Krebstherapie in Zeiten von Corona:
https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/aktuelle-themen/hilfestellungen-zu-krebs-und-corona/krebs-und-corona-was-ist-zu-beachten.html

Das Robert Koch-Institut informiert über die aktuelle Situation in Deutschland:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

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