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Finanzielle Unterstützung bedürftiger Menschen
mit einer Krebserkrankung (Härtefonds)

Die Bayerische Krebsgesellschaft e.V. unterhält einen Härtefonds beziehungsweise vermittelt Gelder aus anderen Härtefonds, um unverschuldet und aufgrund der Erkrankung in finanzielle Schwierigkeiten geratene Menschen mit Krebs und deren Familien schnell und unbürokratisch zu helfen.

Im Jahr 2014 betrug die finanzielle Unterstützung, die mithilfe der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V. krebskranken Menschen in Geldnot zugutekam, 251.228 Euro für insgesamt 440 Personen. Davon kamen 166.630 Euro aus dem Härtefonds der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V., der sich aus Eigenmitteln in Höhe von 75.324 Euro und vielen zweckgebundenen Spenden, wie Münchner Frauenlauf, Laufteam Eurojet, Kunstauktion Dachau und dem Benefizkonzert des Augsburger Ärzteorchester speist. Diverse kleine Förderer unterstützten 41 Bedürftige in den Regionen mit 19.160 Euro, unter anderem Nachbarn helfen Nachbarn Hof, Stiftungsamt der Stadt Augsburg, Förderverein zur Unterstützung Krebskranker in der Region Ingolstadt e.V., Förderverein Allgäuer Hilfsfonds e.V., Prof. Hermann-Auer-Stiftung, Stiftung "Freude für alle" der Nürnberger Nachrichten, Karl- Ziegler-Gedächtnis-Stiftung, Else-Kröner-Fresenius- Stiftung, Ernst Probst Stiftung. Die restlichen Gelder wurden direkt von den Förderern an die Betroffenen gezahlt.

Ohne etwas Bürokratie beim Bewilligungsverfahren ist diese Hilfe jedoch nicht gerecht zu verteilen.
Deshalb sind folgende Richtlinien zu beachten.

Die finanzielle Unterstützung wird nachrangig gewährt, d. h. es müssen vorher alle anderen Anspruchsvoraussetzungen (Kostenträger) ausgeschöpft sein bzw. eine Ablehnung vorliegen (Sozialhilfe, Rente, EM-Rente, Arbeitslosengeld, etc.).

Die Gelder werden nur einmalig vergeben. Eine erneute Antragsstellung ist nur dann möglich,
wenn die Förderhöchstgrenze beim ersten Antrag nicht ausgeschöpft wurde.

Die Vergabe erfolgt nur an in Bayern lebende Personen. Die Gelder werden nur auf Antrag und ohne jeden Rechtsanspruch ausbezahlt. Die Bayerische Krebsgesellschaft e.V. ist bemüht, die Anträge innerhalb einer Woche entsprechend zu bearbeiten und intern zur Auszahlung weiterzureichen, damit eine schnelle Hilfe gewährleistet ist.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Psychosozialen Krebsberatungsstellen helfen - falls notwendig - beim Ausfüllen des Antragsformulars. Sie verweisen ferner auf andere Institutionen und Stiftungen.

Nachfolgend aufgelistet sind die zur Bearbeitung des Antrages notwendigen Belege:

1. Zeitnahe ärztliche Bescheinigung (nicht älter als drei Monate),
2. Nachweise über die wirtschaftlichen Verhältnisse aller im Haushalt lebenden Personen


Diese Nachweise können Sie erbringen durch:

- Bescheid des zuständigen Sozialamtes
- Bestätigung durch die Gemeinde, den Klinik-Sozialdienst oder eine ähnliche Institution.
- Kontoauszüge, Verdienstbescheinigungen, Rentenbescheid, Mietvertrag etc.


Die Höhe der einmaligen finanziellen Unterstützung richtet sich nach dem akuten Finanzbedarf, dem Grad der Bedürftigkeit und der Anzahl von Personen, die aufgrund der Krebserkrankung des Antragstellers in eine Notlage geraten sind. Im Antrag muss der Verwendungszweck für die finanzielle Unterstützung angegeben sein. Die Bayerische Krebsgesellschaft e.V. übernimmt keine Kosten für Therapien ohne ärztliche Indikation bzw. Kosten für verschriebene, aber von der Krankenkasse nicht bezahlte Arzneimittel und Therapien.

Das Nettoeinkommen darf nach Abzug aller festen monatlichen Ausgaben
bei einer Person max. 500 Euro,
bei einem unterhaltspflichtigen Haushaltsangehörigen 800 Euro,
bei zwei unterhaltspflichtigen Haushaltsangehörigen 1000 Euro,
usw. nicht übersteigen.

Bitte wenden Sie sich an eine Krebsberatungsstelle in Ihrer Region oder an:

Bayerische Krebsgesellschaft e.V.
Geschäftsstelle
Nymphenburger Straße 21a
80335 München
Tel. 089 - 54 88 40 -0

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